Corinne Luchaire
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Über Corinne Luchaire
Corinne Luchaire, geboren am 11. Februar 1921, war eine französische Schauspielerin, die kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in französischen Filmen bekannt wurde. Ihr Leben verstrickte sich mit der deutschen Besatzung, was zu einer Nachkriegsstrafe wegen "nationaler Unwürdigkeit" führte. Nach dem Verfassen ihrer Memoiren erlag sie im jungen Alter von 28 Jahren der Tuberkulose.
Ohne ihre Schulbildung fortzusetzen, trat Luchaire in das Schauspielprogramm von Raymond Rouleau ein. Ihr Bühnendebüt gab sie mit sechzehn unter dem Namen Rose Davel in einem Stück ihres Großvaters mit dem Titel Altitude 3 200. Im folgenden Jahr erhielt sie eine Hauptrolle in Prison sans barreaux, einem Film, der 1938 in London als Prison Without Bars neu verfilmt wurde und in dem Luchaire ihre Rolle wieder aufnahm. Sie sprach fließend Englisch. Die angesehene Schauspielerin Mary Pickford pries sie einst als "die neue Garbo". 1939 trat sie in Le Dernier Tournant auf, der ersten filmischen Adaption des Romans The Postman Always Rings Twice.
Geboren als Rosita Christiane Yvette Luchaire in Paris, war sie die Tochter von Jean Luchaire, einem Journalisten und Politiker, der die Révolution nationale der französischen Regierung von 1940 unterstützte. Ihr väterlicher Großvater, Julien Luchaire, war Dramatiker, während ihr mütterlicher Großvater, Albert Besnard, Maler war. Ihre Schwester Florence verfolgte ebenfalls eine Schauspielkarriere. Ihre Mutter, selbst Malerin, war einst die Geliebte von Gustav Stresemann, und mit ihm zog sie nach Deutschland. Die junge Corinne bezauberte Stresemanns Mitarbeiter Kurt von Schröder, der ihr erlaubte, in seiner opulente Villa zu wohnen. Luchaires prägende Jahre verbrachte sie in Gesellschaft von Nazis, die häufige Besucher im Haus des Bankiers Schröder waren. Dort traf sie Otto Abetz, der später deutscher Botschafter in Paris wurde. Abetz heiratete Suzanne, die Sekretärin ihres Vaters, die bis 1939 zuvor seine Geliebte gewesen war. Im August 1940 begleitete Corinne ihren Vater nach Vichy-Paris.
Luchaire war kurzzeitig mit einem französischen Aristokraten, Guy de Voisins-Lavernière, verheiratet. Sie entwickelte sich zu einer gefeierten und temperamentvollen französischen Schauspielerin, die während der Besatzung die politische und soziale Stellung ihres Vaters nutzte, der die Publikationen Les Temps Nouveaux und Toute la vie herausgab. Trotz häufiger Krankheitsschübe, darunter Tuberkulose, die sie 1940 zur Aufgabe der Schauspielerei zwang, soll sie die deutsche Besatzung von Paris als eine fortlaufende Abfolge von Champagnerpartys, Empfängen in der deutschen Botschaft und deutschen Dinners im Maxim's erlebt haben.
Nach D-Day im Juni 1944 begab sich Corinne zusammen mit anderen Kollaborateuren auf eine gefährliche Zugfahrt nach Deutschland. Die Fahrt wurde schließlich durch beschädigte Bahnlinien vereitelt, was einen Transfer zu Fahrzeugen Richtung Sigmaringen erforderte.
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